Monthly Archive for September, 2008

Serbischer Präsident zu Gast in Berlin

01.10.2008

Der serbische Präsident Boris Tadić und Außenminister Steinmeier, 1. Oktober 2008

Tadić und Steinmeier (AA/team)

Die weitere Annäherung Serbiens an die EU stand im Mittelpunkt des Gesprächs von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit dem serbischen Staatspräsidenten Boris Tadic.

Mit der kürzlichen Festnahme und Auslieferung von Radovan Karadzic hatte die serbische Regierung hier einen wichtigen Schritt getan, den Steinmeier begrüßte.

Im April 2008 hatte die EU ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit Serbien unterzeichnet. Bedingung für die noch ausstehende Ratifizierung dieses Abkommens ist die vollständige Zusammenarbeit Serbiens mit dem IStGHJ.

Steinmeier und Tadic sprachen auch über die anstehende Abstimmung in der Generalversammlung der Vereinten Nationen über den serbischen Antrag, ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofes über die Unabhängigkeit Kosovos einzuholen. Die Bundesregierung erkannte Kosovo im Februar 2008 an. Serbien lehnt eine Unabhängigkeit Kosovos weiterhin ab.

Deutsch-serbische Beziehungen verbessert

Nach der Anerkennung Kosovos durch Deutschland hatte Serbien die bilateralen Beziehungen heruntergestuft, seinen Botschafter  abgezogen, es fanden keine offiziellen Besuche statt. Steinmeier äußerte seine Freude darüber, dass die neue serbische Regierung bereits Ende Juli die Entscheidung traf, die Beziehungen wieder zu normalisieren. Wirtschaftsminister und Vizepremier Mladan Dinkic hielt sich vom 15. bis 17. September in Berlin auf, auch der serbische Botschafter ist nach Berlin zurückgekehrt. 

Boris Tadic ist auch in Berlin, weil ihm am 3. Oktober der Quadriga-Preis verliehen wird. Mit diesem Preis werden seit 2003 jährlich vier Persönlichkeiten vom Berliner Verein “Werkstatt Deutschland” ausgezeichnet. Steinmeier wird bei der Veranstaltung die Laudatio auf einen weiteren Preisträger halten, den Franziskanerpater Eckart Höfling.

Tadic traf auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen.

Mehr Informationen zum Annäherungsprozess der Staaten des Westlichen Balkans an die EU finden Sie hier:

Serbischer Präsident zu Gast in Berlin

01.10.2008

Der serbische Präsident Boris Tadić und Außenminister Steinmeier, 1. Oktober 2008

Tadić und Steinmeier (AA/team)

Die weitere Annäherung Serbiens an die EU stand im Mittelpunkt des Gesprächs von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit dem serbischen Staatspräsidenten Boris Tadic.

Mit der kürzlichen Festnahme und Auslieferung von Radovan Karadzic hatte die serbische Regierung hier einen wichtigen Schritt getan, den Steinmeier begrüßte.

Im April 2008 hatte die EU ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit Serbien unterzeichnet. Bedingung für die noch ausstehende Ratifizierung dieses Abkommens ist die vollständige Zusammenarbeit Serbiens mit dem IStGHJ.

Steinmeier und Tadic sprachen auch über die anstehende Abstimmung in der Generalversammlung der Vereinten Nationen über den serbischen Antrag, ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofes über die Unabhängigkeit Kosovos einzuholen. Die Bundesregierung erkannte Kosovo im Februar 2008 an. Serbien lehnt eine Unabhängigkeit Kosovos weiterhin ab.

Deutsch-serbische Beziehungen verbessert

Nach der Anerkennung Kosovos durch Deutschland hatte Serbien die bilateralen Beziehungen heruntergestuft, seinen Botschafter  abgezogen, es fanden keine offiziellen Besuche statt. Steinmeier äußerte seine Freude darüber, dass die neue serbische Regierung bereits Ende Juli die Entscheidung traf, die Beziehungen wieder zu normalisieren. Wirtschaftsminister und Vizepremier Mladan Dinkic hielt sich vom 15. bis 17. September in Berlin auf, auch der serbische Botschafter ist nach Berlin zurückgekehrt. 

Boris Tadic ist auch in Berlin, weil ihm am 3. Oktober der Quadriga-Preis verliehen wird. Mit diesem Preis werden seit 2003 jährlich vier Persönlichkeiten vom Berliner Verein “Werkstatt Deutschland” ausgezeichnet. Steinmeier wird bei der Veranstaltung die Laudatio auf einen weiteren Preisträger halten, den Franziskanerpater Eckart Höfling.

Tadic traf auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen.

Mehr Informationen zum Annäherungsprozess der Staaten des Westlichen Balkans an die EU finden Sie hier:

Bundesminister Steinmeier trifft iranische Nobelpreisträgerin 

Ebadi und Steinmeier (AA)

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist am 30.09.2008 in Berlin mit der iranischen Nobelpreisträgerin und Menschenrechtlerin Dr. Shirin Ebadi zu einem Meinungsaustausch zusammengetroffen. Inhalt des Gesprächs waren unter anderem Zivilgesellschaft und Menschenrechtslage im Iran. 

Mehr Informationen zum Iran finden Sie hier:

Außenminister Steinmeier zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan und zum jüdischen Neujahrsfest Rosh Hashana

Jüdisches Neujahrsfest (dpa/picture-alliance)

Heute ist ein besonderer Tag. Denn wir feiern gleich zwei große Feste. Juden begehen ihr Neujahrsfest, Muslims feiern das Ende der Fastenzeit. Glück und Frieden – das wünsche ich allen, die heute feiern.

Leider können viele Menschen auf der Welt davon nur träumen. Weil Extremisten mit dem Feuer spielen. Weil Hassprediger Zwietracht säen zwischen Menschen und Religionen. Wo Engstirnigkeit und Hass regieren, da kann der Frieden nicht gedeihen.

Lassen Sie uns dagegen angehen. Jeden Tag. In der Welt und hier bei uns zu Hause. Wir müssen lernen, einander noch besser zu verstehen. Und miteinander zu feiern.

Zuckerfest (dpa/picture-alliance)

Besonders denken wir heute an die Menschen in Israel und Palästina. Sie wünschen sich nichts sehnlicher als eine Ende der Gewalt und eine Zukunft in Frieden. Das klingt so einfach und ist so schwierig. Wir müssen weiter dafür kämpfen.

Heute wünsche ich uns allen ein schönes Fest: Kullsana wa antum bi-khir! Schana Towa!

Für ein umfassendes Verbot von Nuklearversuchen 

25.09.2008

Atomtest auf einem Seismographen (dpa/picture-alliance)

Gemeinsam mit der Bundesregierung setzen sich zahlreiche Regierungen für ein umfassendes Verbot von Atomwaffentests ein. Dies ist das Ziel des Umfassenden Teststoppvertrags (CTBT), der aber noch nicht in Kraft getreten ist. Die Außenminister einer Reihe von Ländern, die sich für das Inkrafttreten einsetzen, trafen sich in New York.

“Ich appelliere an alle Staaten, den Kernwaffenteststoppvertrag CTBT zu unterzeichnen, dessen Inkrafttreten einen enormen Sicherheitsgewinn für uns alle bedeuten würde. Der CTBT ist ein Kernelement des internationalen Systems der nuklearen Abrüstung und Nichtverbreitung”, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier während des Ministertreffens, das am Rande der VN-Generalversammlung in New York stattfand.

Der CTBT zielt darauf ab, die Entwicklung und den Erwerb von Kernwaffen durch Nicht-Kernwaffenstaaten zu verhindern. Außerdem sollen die Kernwaffenstaaten an der Weiterentwicklung ihrer Arsenale gehindert werden. Damit wird die Vorgabe des in Artikel 6 des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) niedergelegte Vorgabe nuklearer Abrüstung unterstützt.
Der CTBT wurde inzwischen von 179 Staaten gezeichnet, 144 haben ihn ratifiziert, zuletzt Kolumbien am 29. Januar 2008. Allerdings kann der Vertrag erst in Kraft treten, wenn ihn 44 im Vertrag namentlich aufgeführte Staaten ratifiziert haben. Von diesen sogenannten Annex 2–Staaten fehlen bisher noch neun Staaten. 

Aufruf der Außenminister

Alle zwei Jahre finden Regierungskonferenzen statt, die das Inkrafttreten des Vertrages fördern sollen. Dazwischen – so auch in diesem Jahr – rufen die Außenminister der Unterstützerstaaten in einer gemeinsamen Erklärung am Rande der Generalversammlung der VN zum Inkrafttreten des Vertrages auf.