31.10.2008

Werke früherer Stipendiaten (Ekko von Schwichow)
Am 30. Oktober fand im Martin-Gropius-Bau in Berlin zum zweiten Mal die Villa Aurora Nacht statt. In stilvollem Rahmen präsentierte die Villa Aurora die Stipendiaten für das Jahr 2009 sowie Werke der Stipendiaten des vergangenen Jahres, die vom Aufenthalt in der Villa Aurora in Los Angeles inspiriert wurden.
Die Villa Aurora in den Hügeln von Los Angeles war das Wohnhaus des jüdischen Exilschriftstellers Lion Feuchtwanger und seiner Frau Marta. Das Haus wird seit 1997 als Künstlerresidenz Villa Aurora genutzt. Die Villa gehört dem Verein „Freunde und Förderer der Villa Aurora“, der sich die Förderung des deutsch-amerikanischen Kulturaustausches zur Aufgabe gemacht hat.
Das Villa Aurora Forum in Berlin vergibt jährlich bis zu 16 Stipendien an herausragende jüngere deutsche Künstler für einen dreimonatigen Aufenthalt in der Villa Aurora in Los Angeles.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Programm writer-in-exile, das einem in seinem Land verfolgten Schriftsteller bis zu 12 Monate Aufenthalt in der Villa zuzüglich finanzieller Unterstützung gewährt.

Antje Vowinckel (Ekko von Schwichow)
Nach einer Lesung aus dem Literarischen Tagebuch von Antje Vowinckel, das während des Aufenthalts in Los Angeles entstanden ist, wurden die Stipendiaten für 2009 in Kurzfilmen vorgestellt, die wiederum von einer ehemaligen Stipendiatin gedreht wurden. Zwölf Künstler erhalten 2009 ein Stipendium; je drei aus den Bereichen bildende Kunst, Film, Komposition und Literatur.
Der Erfolg der Arbeit der Villa Aurora zeigt sich auch darin, dass viele ehemalige Stipendiaten heute bereits bekannte Namen in der Kunstszene sind, darunter Tanja Kinkel, Durs Grünbein, Rosa von Praunheim und Ilija Trojanow.
Der Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt, Martin Kobler, bezeichnete in seinem Grußwort die Villa Aurora als ein Juwel, ein Schmuckstück des Kulturaustauschs.
Es liegt damit nahe, die Künstlerresidenz Villa Aurora als Vorbild zu nehmen für weitere Projekte dieser Art. Martin Kobler verwies auf Planungen für eine Residenz im türkischen Tarabya, schloss aber auch weitere Orte für ähnliche Projekte in der Zukunft nicht aus.



