25.11.2008

In der Ausstellung (dpa/picture-alliance)
Die antike Region Gandhara, zwischen Pakistan und Afghanistan gelegen, brachte ein außergewöhnliches kulturelles Erbe hervor. Diesem ist eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn gewidmet. Die Pflege des kulturellen Erbes ist wichtiges Element der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik – auch im schwierigen Kontext Südasiens.
Gandhara war in der Antike, von rund 500 vor bis 500 nach Christus, eine bedeutende Provinz zunächst des Perserreichs. Die Region unterlag wechselnden Einflüssen: Griechenland prägte sie infolge der Eroberung durch Alexander den Großen, Rom durch seine Lage an der Seidenstraße, die eine Verbindung von Italien nach Ost- und Südasien schuf. Aus Indien kommend verbreitete sich der Buddhismus in Gandhara.
Die Kunst, die in der Region entstand, ist vorwiegend dem Buddhismus gewidmet. Sehr bekannt sind die größten Buddhastatuen der Welt, 35 und 53 m hoch, die in Bamiyan (heute in Afghanistan) entstanden. Sie wurden 2001 von den Taliban gesprengt.

Bodhisattva-Kopf (dpa/picture-alliance)
Der Kunst Gandharas ist eine große Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn gewidmet: “Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans. Legenden, Klöster und Paradiese.” Rund 300 Ausstellungsstücke geben einen Überblick über die Kunst Gandharas in der Blütezeit der Region vom 1. bis 5. Jahrhundert nach Christus.
Detailliertere Informationen rund um die Ausstellung enthält die
Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Pakistan haben das Zustandekommen der Ausstellung unterstützt - neben tatkräftiger organisatorischer Förderung konkret durch die Finanzierung eines Schulungsprogramms für pakistanische Museumsmitarbeiter.
Großes Interesse an der Region
Die Region Pakistan/Afghanistan wie Zentralasien insgesamt hat für Deutschland enorme außenpolitische Bedeutung:
- Für Wiederaufbau und die Schaffung selbsttragender Strukturen sind wir politisch, finanziell und militärisch massiv in Afghanistan engagiert.
- Wegen der aktuell schwierigen Lage im Land und wegen seiner Bedeutung für Afghanistan unterstützen Deutschland und die internationale Gemeinschaft Pakistan
- Die Bundesregierung bemüht sich schließlich, Zentralasienstärker in den Fokus ihrer eigenen und der Politik der Europäischen Union zu rücken: Die während der deutschen EU-Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 entwickelte und dann vom Europäischen Rat verabschiedete Zentralasienstrategie legt zum ersten Mal politische Leitlinien für ein größeres Engagement der EU in Zentralasien fest.





