Monthly Archive for März, 2010
30.03.2010

Sprachbotschafter Florian Göstl und Eva Porten (Deutschmobil Kanada)
Seit dem 1. März tourt das Deutschmobil durch Kanada: Im Auftrag der deutschen Sprache fährt es von Schule zu Schule, um kanadische Kinder für Deutschland zu begeistern. Diplo.de sprach mit den Sprachbotschaftern Eva Porten und Florian Göstl über die bisherigen Erfahrungen. Das Deutschmobil ist ein Projekt der Initative “Deutsch – Sprache der Ideen”.
Ihr seid mittlerweile von der Ostroute zurück, nächste Woche geht es weiter in den Westen. Wie waren die bisherigen Erfahrungen?
Eva Porten (26): Ganz, ganz toll. Die Kinder sind sehr dankbar und die Lehrer sind begeistert. Das Deutschmobil kommt noch besser an als gedacht, was bei einer sehr kurzen Planung von nur drei Monaten beeindruckend ist. Es macht mich richtig glücklich, mit welcher Warmherzigkeit uns die Kinder und Jugendliche empfangen.
Mit Rap-Musik spielerisch Deutsch lernen
Was macht ihr konkret an den Schulen?
Eva Porten: Wir gehen meistens für 1,5 Stunden in jede Schule. In der Regel besuchen wir zwei Schulen pro Tag. Ich beginne den Morgen, gerade bei Kindern die bisher kaum etwas über Deutschland gelernt haben, mit Landeskunde und beantworte Fragen wie „Wo liegt Deutschland?“ „Wie viele Einwohner hat es?“ „Welches Bundesland ist das größte?“
Florian Göstl (27): Den zweiten Teil gestalte ich mit Musik, genauer gesagt Rap. Ich erkläre kurz, wie Rapmusik entstanden ist und dann sind die Kinder und Jugendliche gefordert, einen eigenen Rapsong zu lernen. Anfänger lernen unseren Deutschmobilrap, Fortgeschrittene können eigene Verse selber schreiben. Am Ende tragen alle vor. Spielerisch sprechen so viele Kinder das erste Mal Deutsch. Bevor wir fahren, machen wir noch ein gemeinsames Gruppenfoto vor dem Bus und die Kinder stellen uns Fragen wie „Wie schnell darf man auf der deutschen Autobahn fahren?“ oder „Wie lange geht man in Deutschland zur Schule?“.
Das Deutschmobil ist ein Mercedes-Benz Bus, der auf Kanadas Straßen für die Sprache Goethes unterwegs ist. Am Steuer sitzen zwei Sprachbotschafter, die Kindern und Jugendlichen auf spielerische Art und Weise die deutsche Sprache und Kultur näher bringen. Deutschmobil ist ein gemeinsames Kultur- und Sprachprojekt der Deutschen Botschaft Ottawa, dem deutschen Generalkonsulat in Toronto, den Goethe Instituten in Kanada, der Zentrale für das Auslandschulen (ZfA) und der Ontario Association of Teachers of German (OATG). Vorbild ist das Deutschmobil Frankreich, das schon seit fast zehn Jahren unterwegs ist. Offizieller Hauptsponsor ist die Firma Mercedes-Benz Canada, Inc in Toronto.

Schulklasse vor dem Deutschmobil (Deutschmobil Kanada)
Wie seid ihr Sprachbotschafter geworden?
Eva Porten: Ich habe in Köln Sport studiert und am Goethe Institut gelernt, Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten. Zum Deutschmobil bin ich zufällig über das Goethe Institut gekommen, weil ich momentan für ein Jahr in Toronto bin und auf Jobsuche war.
Florian Göstl: Ich bin exta aus Deutschland angereist. Ich habe Deutsch und Französisch auf Lehramt studiert und war schon während meines Studiums für acht Monate in Montreal. Dort habe ich für das Goethe Institut auch schon Rap-Workshops gemacht und wurde deshalb gefragt, ob ich nicht Sprachbotschafter werden möchte.
Zwei Monate durch den Westen Kanadas
Wie geht es nächste Woche weiter?
Florian Göstl: Dann sind wir für zwei Monate auf der Westroute. Ich bin gespannt, was uns da erwartet. Wir werden bestimmt manchmal acht Stunden am Tag mit unserem Bus fahren. Die Entfernungen sind riesig.
Eva Porten: Es ist wirklich eine Riesenstrecke. Aber es ist gleichzeitig spannend, das Land zu entdecken. Arbeiten und Reisen zu verbinden, ist das beste, was ich mir vorstellen kann.
Mehr über das Deutschmobil gibt es im Blog der Sprachbotschafter www.deutschmobil.ca
30.03.2010

Sprachbotschafter Florian Göstl und Eva Porten (Deutschmobil Kanada)
Seit dem 1. März tourt das Deutschmobil durch Kanada: Im Auftrag der deutschen Sprache fährt es von Schule zu Schule, um kanadische Kinder für Deutschland zu begeistern. Diplo.de sprach mit den Sprachbotschaftern Eva Porten und Florian Göstl über die bisherigen Erfahrungen. Das Deutschmobil ist ein Projekt der Initative “Deutsch – Sprache der Ideen”.
Ihr seid mittlerweile von der Ostroute zurück, nächste Woche geht es weiter in den Westen. Wie waren die bisherigen Erfahrungen?
Eva Porten (26): Ganz, ganz toll. Die Kinder sind sehr dankbar und die Lehrer sind begeistert. Das Deutschmobil kommt noch besser an als gedacht, was bei einer sehr kurzen Planung von nur drei Monaten beeindruckend ist. Es macht mich richtig glücklich, mit welcher Warmherzigkeit uns die Kinder und Jugendliche empfangen.
Mit Rap-Musik spielerisch Deutsch lernen
Was macht ihr konkret an den Schulen?
Eva Porten: Wir gehen meistens für 1,5 Stunden in jede Schule. In der Regel besuchen wir zwei Schulen pro Tag. Ich beginne den Morgen, gerade bei Kindern die bisher kaum etwas über Deutschland gelernt haben, mit Landeskunde und beantworte Fragen wie „Wo liegt Deutschland?“ „Wie viele Einwohner hat es?“ „Welches Bundesland ist das größte?“
Florian Göstl (27): Den zweiten Teil gestalte ich mit Musik, genauer gesagt Rap. Ich erkläre kurz, wie Rapmusik entstanden ist und dann sind die Kinder und Jugendliche gefordert, einen eigenen Rapsong zu lernen. Anfänger lernen unseren Deutschmobilrap, Fortgeschrittene können eigene Verse selber schreiben. Am Ende tragen alle vor. Spielerisch sprechen so viele Kinder das erste Mal Deutsch. Bevor wir fahren, machen wir noch ein gemeinsames Gruppenfoto vor dem Bus und die Kinder stellen uns Fragen wie „Wie schnell darf man auf der deutschen Autobahn fahren?“ oder „Wie lange geht man in Deutschland zur Schule?“.
Das Deutschmobil ist ein Mercedes-Benz Bus, der auf Kanadas Straßen für die Sprache Goethes unterwegs ist. Am Steuer sitzen zwei Sprachbotschafter, die Kindern und Jugendlichen auf spielerische Art und Weise die deutsche Sprache und Kultur näher bringen. Deutschmobil ist ein gemeinsames Kultur- und Sprachprojekt der Deutschen Botschaft Ottawa, dem deutschen Generalkonsulat in Toronto, den Goethe Instituten in Kanada, der Zentrale für das Auslandschulen (ZfA) und der Ontario Association of Teachers of German (OATG). Vorbild ist das Deutschmobil Frankreich, das schon seit fast zehn Jahren unterwegs ist. Offizieller Hauptsponsor ist die Firma Mercedes-Benz Canada, Inc in Toronto.

Schulklasse vor dem Deutschmobil (Deutschmobil Kanada)
Wie seid ihr Sprachbotschafter geworden?
Eva Porten: Ich habe in Köln Sport studiert und am Goethe Institut gelernt, Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten. Zum Deutschmobil bin ich zufällig über das Goethe Institut gekommen, weil ich momentan für ein Jahr in Toronto bin und auf Jobsuche war.
Florian Göstl: Ich bin exta aus Deutschland angereist. Ich habe Deutsch und Französisch auf Lehramt studiert und war schon während meines Studiums für acht Monate in Montreal. Dort habe ich für das Goethe Institut auch schon Rap-Workshops gemacht und wurde deshalb gefragt, ob ich nicht Sprachbotschafter werden möchte.
Zwei Monate durch den Westen Kanadas
Wie geht es nächste Woche weiter?
Florian Göstl: Dann sind wir für zwei Monate auf der Westroute. Ich bin gespannt, was uns da erwartet. Wir werden bestimmt manchmal acht Stunden am Tag mit unserem Bus fahren. Die Entfernungen sind riesig.
Eva Porten: Es ist wirklich eine Riesenstrecke. Aber es ist gleichzeitig spannend, das Land zu entdecken. Arbeiten und Reisen zu verbinden, ist das beste, was ich mir vorstellen kann.
Mehr über das Deutschmobil gibt es im Blog der Sprachbotschafter www.deutschmobil.ca
30.03.2010

Afghanische Polizisten in der Ausbildung (AA)
Die Bundesregierung hat ein drittes Polizeiausbildungszentrum im Norden Afghanistans errichtet. Gemeinsam mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière eröffnete Botschafter Werner Hans Lauk das neue Zentrum in Kundus. 500 Polizisten sollen dort jedes Jahr geschult werden. Eine funktionierende afghanische Polizei zu schaffen, ist einer der Schwerpunkte der deutschen Unterstützung für Afghanistan.
In dem Zentrum werden in jeweils sechs bis acht Wochen circa 100 Afghanen von acht deutschen Polizeibeamten geschult. Die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) hat das Gelände mit Mitteln des Auswärtigen Amtes in Höhe von zwei Millionen Euro errichtet. Es ist bereits die dritte Ausbildungseinrichtung im Norden Afghanistans nach Faisabad und Mazar-e-Sharif. Derzeit sind im gesamten Land rund 130 deutsche Polizisten im Einsatz.
2010 zivilen Wiederaufbau weiter stärken
Das Zentrum ist eines von vielen Projekten, um den zivilen Wiederaufbau weiter zu stärken. 2010 werden die dafür vorgesehenen Mittel auf jährlich 430 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Die deutsche Unterstützung für den Polizeiaufbau wird im laufenden Jahr entsprechend auf über 70 Millionen Euro steigen. Bis Mitte 2010 sollen deshalb die Zahl der deutschen Polizisten und Experten auf 200 erhöht werden.
Deutschland ist das europäische Land, das sich am stärksten für den Polizeiaufbau in Afghanistan einsetzt. 2002 wurde hierzu das bilaterale Projekt “German Police Project Team” ins Leben gerufen, 2007 die europäische Polizeimission EUPOL. Um möglichst viele afghanischen Polizisten möglichst gut auszubilden, wird die Anzahl der deutschen Ausbilder weiter gesteigert. Von 2002 bis 2008 wurden aus dem Haushalt des Auswärtigen Amtes insgesamt über 100 Millionen Euro für den Polizeiaufbau in Afghanistan ausgegeben. Allein 2009 standen 53,7 Millionen Euro für Ausbildung, Infrastruktur und Ausstattungshilfe zur Verfügung.

Innenminister de Maizière mit deutschen Polizisten in Afghanistan (AA)
30.000 Afghanen geschult
Bisher haben rund 30.000 Afghanen an Aus- und Fortbildungsprojekten in deutschen Einrichtungen im Land teilgenommen. Zusätzlich unterstützt das Auswärtige Amt Infrastruktur- und Ausstattungsprojekte wie die Grenzpolizeifakultät in Kabul oder die Außenstelle der Polizeiakademie in Mazar-e-Sharif. Außerdem beteiligt sich Deutschland mit 13 Millionen Euro an der Finanzierung der afghanischen Polizeigehälter über einen internationalen Fond (Law and Order Trust Fund Afghanistan “Lofta”). Bis 2012 wird zudem der Aufbau eines afghanischen Trainerspools zur Ausbildung von 500 afghanischen Polizeilehrern angestrebt. Momentan befinden sich 50 Lehrer in der Ausbidlung.
29.03.2010

Toronto (picture-alliance / All Canada Photos)
Bundesaußenminister Guido Westerwelle hält sich derzeit in Kanada auf. Er besuchte zunächst Toronto und nimmt im Anschluss daran am Außenministertreffen der G8 in Gatineau nahe Ottawa teil. Dort stehen die nukleare Nichtverbreitung und regionale Konfliktsituationen im Mittelpunkt der Beratungen.
Auf einer Festveranstaltung in Toronto zum 100. Jahrestag der Unterzeichnung der ersten deutsch-kanadischen Handelsverträge hielt Westerwelle eine Rede zu den bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Kanada. Kanada ist ein wichtiger Partner Deutschlands. In der Sicherheitspolitik, insbesondere bei der Stabilisierung Afghanistans, arbeiten beide sehr eng zusammen.
In der G8 gemeinsamen Nenner schaffen
Von Toronto aus reiste Westerwelle weiter nach Gatineau, wo sich am 29. und 30. März die Außenminister der G8-Staaten treffen. Im Fokus stehen dort sicherheitspolitische Themen wie Abrüstung und Nichtverbreitung sowie das iranische Nuklarprogramm und die Situation in Afghanistan.
Der Gruppe der Acht (G8) gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Russland und die Vereinigten Staaten von Amerika an; außerdem ist die Europäische Kommission vertreten. Der Vorsitz der Gruppe wechselt jährlich unter den Mitgliedern. Im Januar 2010 übernahm Kanada turnusgemäß die G8-Präsidentschaft. Der sichtbarste Teil des G8-Prozesses sind die jährlichen Gipfeltreffen mit breiter Themensetzung, zu denen die Staats- und Regierungschefs vom Vorsitz eingeladen werden. Die Außenminister der G8 erörtern auf ihren Zusammenkünften die aktuelle außen- und sicherheitspolitische Agenda.
G8-Päsidentschaft Kanadas (englisch)
Zeit verdichteter abrüstungspolitischer Gespräche
Kurz vor seiner Abreise hat Westerwelle am 26. März im Deutschen Bundestag noch einmal für entschiedene abrüstungspolitische Schritte geworben. Er unterstrich:
Wenn die G8 mit einer Stimme sprechen, dann können wir für Abrüstung und Nichtverbreitung Beachtliches leisten.
Mit dem Außenministertreffen der G8 beginnt eine Zeit verdichteter abrüstungspolitischer Gespräche – einem Schwerpunkt der deutschen Außenpolitik. Im April schließt sich daran der Gipfel zur nuklearen Sicherheit in Washington und das NATO-Außenministertreffen in Tallinn an. Im Mai findet die Überprüfungskonferenz des nuklearen Nichtverbreitungsvertrags in New York statt.